Archiv für März 2008

CRE081 Neusprech im Schnüffelstaat

März 30, 2008

In der Folge des Chaosradio Express geht es darum wie Wörter eingesetzt werden um schon allein durch die Formulierung eine gewollt beeinflusste Reaktion beim Zuhörer zu erzielen. Zu lernen gibt es wie immer einiges, so z.B. das al-Qaida unter anderem das arabische Wort für Datenbank ist. Wer hätte das gedacht.

http://chaosradio.ccc.de/cre081.html

SWIFT will 2012 neues Rechenzentrum in der Schweiz in Betrieb nehmen

März 29, 2008

Ich denke zu SWIFT muss nichts mehr gesagt werden. Nun will die Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunications in Zürich bis 2012 ein neues Rechenzentrum einrichten. Seit Oktober 2007 sollen die europäischen Transaktionen nun dem Zugriff der us-amerikanischen Behörden entzogen sein.

Neues Nervenzentrum für die weltweite Finanzindustrie

CCC veröffentlicht Wolfgang Schäubles Fingerabdruck in der Datenschleuder *Update vom 31.03.2008*

März 29, 2008

Eine absolut beachtenswerte Sensation rollte heute auf alle Genre-Freunde zu: Der CCC hat es tatsächlich geschafft an einen Fingerabdruck von Wolfgang Schäuble heranzukommen und hat gleichzeitig das Rückgrat bewiesen diesen in der Datenschleuder samt fertiger Attrappe zu publizieren. Auf der weiteren Wunschliste des CCC stehen außerdem noch Politiker wie Angela Merkel und Günther Beckstein - praktisch das die Ausgabe der Datenschleuder gleich noch erklärt wie man Fingerabdrücke sichern kann. Wer die aktuelle Ausgabe nicht nur später als PDF beziehen will, kann sie sich auch mit einer formlosen Mail bestellen.

Press Release

50:00 Schäubles Fingerabdruck (Frank Rosengart) bei Trackback

SCHÄUBLE ZU KLAU-AKTION

“Meinen Fingerabdruck kann jeder haben”

Provokation gegen den Innenminister: Wolfgang Schäubles Fingerabdruck ist durch eine Aktion des Chaos Computer Clubs ab sofort öffentlich und beliebig kopierbar. Jetzt äußert sich der CDU-Politiker - und gibt sich gelassen: Er habe doch “nichts zu befürchten”.

spiegel.de

Na wenn es Herrn Schäuble sogar selbst völlig kalt lässt, dann dürfte sich die Sache mit der eventuell drohenden Klage ja erledigt haben?

Wohl doch nicht:

Juristisch sind die Hacker allerdings noch nicht aus dem Schneider. Eine Sprecherin des Innenministeriums erklärte am Wochenende gegenüber heise online, man wolle erst die Sachverhalte prüfen, bevor man über ein mögliches juristisches Vorgehen entscheide. So sei noch nicht sicher, ob es sich bei dem Fingerabdruck tatsächlich um den von Schäuble handle. Selbst wenn der Minister nicht gegen die Veröffentlichung vorgeht, könnten zum Beispiel die Datenschutzbehörden des Bundes und der Länder Bußgelder verhängen oder sogar ein Strafverfahren einleiten.

heise.de

Den Teufel mit dem Beelzebub austreiben

März 29, 2008

Lieber Herr Falsch R. Name,

es ist dunkel - wahrscheinlich mitten in der Nacht. Sie können aus unerfindlichen Gründen einfach nicht einschlafen. Kopfkissen aufschütteln hilft auch nicht. Elektronische Schäfchen inkrementieren noch weniger. Irgendwann greifen Sie wie im Albtraum zur Fernbedienung. Im TV sind zu sehen: die Vertretung für einen Moderator, eine scheinbare Quizfrage und eine, ausnahmsweise echte, Telefonnummer. In keiner Lebenssituation wären Sie nicht in der Lage die Frage korrekt zu beantworten. Der Moderator ist verzweifelt - er macht das jeden Tag. Mitleid ist angesagt. “Ist denn heute niemand mehr dumm wach? Will keiner die 99.000 Euro mitnehmen?! Ruft an, Leute, ruft an.” Neben der Telefonnummer blinkt jetzt ein Countdown. Noch zehn Sekunden, noch neun… Sie greifen zum Telefon. Sie wundern sich wie jemand es fertig bringt dort tatsächlich anzurufen.

Spannendes über das gute Geschäft, das die TV-Sender mit Ihnen und anderen Schlaflosen machen, können Sie auf dem Sattel Ihres BMX Fahrrads erfahren. Außerdem: Viele weitere News und Tipps rund um Ihr Geld.

Puh, vor den Bösen erfolgreich gewarnt (die nur Geld wollen) und gleichzeitig den Hinweis bekommen was stattdessen damit zu tun ist! Wahnsinn! Es gibt sie noch, die Guten!

Nur ganz Fernsehfaule entgehen dem kaum noch zu übersehenden Angebot an Spielshows.

Leute, endlich Fleiß beweisen, ab vor die Glotze! Und denkt trotzdem daran wem ihr euer Geld geben sollt! Hä? Egal!

Sequoia Voting Systems verhindert Überprüfung ihrer Wahlcomputer

März 23, 2008

Bei den us-presidential primaries in New Jersey wurde festgestellt, dass auf einem Papierausdruck (des Typs AVC Advantage) die Anzahl der insgesamt für eine Partei abgegebenen Stimmen nicht mit der Summe aller Kandidaten dieser Partei übereinstimmt… Als der Landkreis Union County dann die Sache von Princeton überprüfen lassen wollte, gab es sofort eine Drohung der Firma Anwälte einzuschalten. Geistiges Eigentum (die angedrohte Klage bezog sich auf entsprechende Verletzung) und Demokratie scheinen nicht gerade Hand in Hand zu gehen.
Sequoia selbst sieht den Fehler offenbar bei Wahlhelfern, statt bei den Geräten. Doch selbst wenn dies stimmen würde - der Wahlausgang hängt also davon ab, ob Wahlhelfer die Geräte “gut genug” bedienen können? Richtig gezählt werden müsste doch in jedem Fall. Das ist trotzdem ein Ausschlusskriterium…
Sehr bedenklich auch, dass die Wahrung geistigen Eigentums wichtiger zu sein scheint, als korrekte Wahlen. Das nächste Ausschlusskriterium. Dürfen Wahlen wegen geistigen Eigentums nicht mehr überprüft werden, muss auf die Geräte in jedem Fall verzichtet werden. Dies müsste sich doch jedem Erschließen?
Eine Überprüfung der Wahlzettel lässt derzeit einen Fehler der Geräte vermuten, statt etwa bewusster Manipulation.

Weiterlesen.

Reaktion des Bundesverfassungsgerichtes auf den Eilantrag der Verfassungsbeschwerde des AK Vorratsdatenspeicherung

März 19, 2008

Auf die Verfassungsbeschwerde, oder genauer auf den außerdem gestellten Eilantrag, des AK Vorratsspeicherung erfolgte nun eine erste Entscheidung. Leider wurde nicht die generelle 6 monatige Speicherung als problematisch gesehen, sondern erst die Art der Verwendung der dadurch vorhandenen Daten. Immerhin ergab sich eine Einschränkung: Ermittlungen mit den Daten müssen begründet werden und auf anderem Wege wesentlich schwerer oder gar unmöglich sein. Ein klarer Unterschied zum im Gesetz genannten Verwendungszweck also, wo es schon lapidarer “per Telekommunikation begangen” heißt.

Da die Bundesregierung dem Gericht bis zum 1. September nun einen Bericht vorlegen muss, wird die Hauptverhandlung wahrscheinlich erst gegen Jahresende stattfinden. IMHO ist es damit nur ein erster Schritt in die richtige Richtung. Ich hätte mir erhofft, dass die verdachtsunabhängige Speicherung an sich schon als Problem gesehen wird. Es ist mir an der Stelle auch wenig Trost das mit der neuen Einschränkung ein juristisches Vorgehen gegen ein missbräuchliches Verwenden der Daten zumindest erleichtert wird. Denn das Kind ist ja dann bereits in den Brunnen gefallen. Ein echtes Zeichen gegen die Verabschiedung von der Verhältnismäßigkeit wäre es nur mit einem kompletten Verbot der pauschalen und verdachtsunabhängigen Speicherung gewesen. Allerdings ist dies immer noch was ich mir dann eben von der Hauptverhandlung erhoffe, wenngleich die Richter sich auch in anderen Fällen noch nicht klar gegen allgemeine Speicherung ausgesprochen haben [1]. Andererseits nimmt die Sache natürlich nicht die Hauptverhandlung vorweg.

Solange die Daten existieren, werden auch immer Interessen vorhanden sein, die Nutzungsmöglichkeit doch noch irgendwie zu erweitern. Es ist also schon denkbar, dass dann jedes Mal neu prozessiert werden muss, will man eine weitere Öffnung erneut verhindern. Bei den 4% mehr ist es wirklich fraglich, ob das all den Aufwand rechtfertigt.

Noch mehr interessantes dazu lesen.

[1]

Grundsätzlich schlossen die Karlsruher Richter das Scannen von Autokennzeichen nicht aus, stellten aber hohe Anforderungen an verfassungsgemäße Bestimmungen.

heise.de

Abhören und die Kosten

März 18, 2008

Gutachten des Max-Planck-Instituts zur Vorratsdatenspeicherung

März 17, 2008

CCC informiert über die elektronische Gesundheitskarte

März 17, 2008

[...]

Von der Öffentlichkeit fast unbemerkt wird zeitgleich mit der Gesundheitskarte jedem Bürger eine eindeutige Nummer (Patienten-ID) zugewiesen. Damit kann jeder Mensch und seine Krankengeschichte auch nach Jahren noch zurückverfolgt werden. Die Stammdaten aller Versicherten werden zentral und unverschlüsselt gespeichert sowie zur Authentifizierung genutzt. Zusätzlich wird auch die bislang freiwillige elektronische Patientenakte (ePA) zentral gespeichert, auch wenn die Bundesregierung immer wieder behauptet, dass die Kontrolle über die sensiblen Daten beim Versicherten bleibt.

Aus der bisher vorliegenden technischen Dokumentation der Gesundheitskarte geht außerdem hervor, dass es später sogenannte Mehrwertdienste geben wird. Durch dieses fragwürdige Geschäftsmodell sollen in Zukunft die immensen Kosten der Einführung und des Betriebes der Infrastruktur refinanziert werden.

[...]

Mehr…

Handbuch für Blogger und Cyber-Dissidenten

März 13, 2008

Ein Morgen in Jedermanns Leben

März 11, 2008

Falsche IP = Falscher Nutzer

März 11, 2008

März 11, 2008

Automatisches Scannen von KFZ-Kennzeichen

März 11, 2008

März 9, 2008