Archiv für die Kategorie ‘bizarr’

Von Telefonen und Cookies

April 21, 2008

eBay überprüft dabei, ob die hinterlegten Kontaktdaten in letzter Zeit geändert wurden. Trifft dies zu, muss das Mitglied selbst bei eBay anrufen und sich mit Informationen legitimieren, die nicht unter “Mein eBay” angegeben sind.

heise.de

Und wie will eBay jetzt verifizieren ob es sich um den echten User handelt, wenn dies mit Daten geschehen soll, die der User nie angab?

Aber die ganze Idee ist sowieso schlecht durchdacht, wo doch kaum jemand Cookies aufhebt, insofern dürfte es wohl immer auf _Telefon_ (!) hinauslaufen…

Den Teufel mit dem Beelzebub austreiben

März 29, 2008

Lieber Herr Falsch R. Name,

es ist dunkel - wahrscheinlich mitten in der Nacht. Sie können aus unerfindlichen Gründen einfach nicht einschlafen. Kopfkissen aufschütteln hilft auch nicht. Elektronische Schäfchen inkrementieren noch weniger. Irgendwann greifen Sie wie im Albtraum zur Fernbedienung. Im TV sind zu sehen: die Vertretung für einen Moderator, eine scheinbare Quizfrage und eine, ausnahmsweise echte, Telefonnummer. In keiner Lebenssituation wären Sie nicht in der Lage die Frage korrekt zu beantworten. Der Moderator ist verzweifelt - er macht das jeden Tag. Mitleid ist angesagt. “Ist denn heute niemand mehr dumm wach? Will keiner die 99.000 Euro mitnehmen?! Ruft an, Leute, ruft an.” Neben der Telefonnummer blinkt jetzt ein Countdown. Noch zehn Sekunden, noch neun… Sie greifen zum Telefon. Sie wundern sich wie jemand es fertig bringt dort tatsächlich anzurufen.

Spannendes über das gute Geschäft, das die TV-Sender mit Ihnen und anderen Schlaflosen machen, können Sie auf dem Sattel Ihres BMX Fahrrads erfahren. Außerdem: Viele weitere News und Tipps rund um Ihr Geld.

Puh, vor den Bösen erfolgreich gewarnt (die nur Geld wollen) und gleichzeitig den Hinweis bekommen was stattdessen damit zu tun ist! Wahnsinn! Es gibt sie noch, die Guten!

Nur ganz Fernsehfaule entgehen dem kaum noch zu übersehenden Angebot an Spielshows.

Leute, endlich Fleiß beweisen, ab vor die Glotze! Und denkt trotzdem daran wem ihr euer Geld geben sollt! Hä? Egal!

Zentraler Lebenslauf für UK

Februar 16, 2008

Ungefähr 1x pro Monat gibt es sie noch, die Meldungen die noch mal so richtig die Kinnlade runterklappen lassen. Ausgerechnet Großbritannien, die allein 2007 mindestens 4 große Datenpannen hatten, wollen jetzt einen zentralen Lebenslauf einführen, den jeder Mensch ab 14 anlegen müsste, zusammen mit einer sogenannten Unique Learner Number (ULN), die (natürlich) zugewiesen wird. Diese Akte soll jeden Bürger mindestens bis zum Renteneintrittsalter begleiten, so dass sie während des ganzen Lebensverlaufes (!) kräftig mit Informationen gefüllt würde. Neben zu erwartenden Daten wie allen erworbenen Qualifikationen und Zeugnissen, sollen auch Negativereignisse wie abgebrochene Ausbildungen aufgenommen werden. Zum Einblick erhalten dann beide Seiten (z.B. Arbeitgeber und Arbeitnehmer) jeweils ein Passwort, wobei zur Einsicht beide nötig sind. Da aber niemand in der Position sein wird die Eingabe seines Passworts zu verweigern, bzw. dies sicherlich einer Kündigung/Rücknahme der Bewerbung gleich käme, ist das immer noch quasi deckungsgleich mit einer Abruferlaubnis für jedermann.

Lesen Sie auch:

Großbritannien will zentral verwalteten digitalen Lebenslauf einführen

Keine Schlagzeile

Januar 23, 2008

Die Aktion Himmel dürfte wirklich wenigen entgangen sein, gegen nicht weniger als 12.000 Leute wurde ermittelt wegen KiPo Verdachts. Und was nicht wieder für ein Wind gemacht wurde. Was jedem sowieso klar war, der regelmäßig surft, war es bei der Leichtigkeit, mit der man auf irgendeiner Website landet (oder gar Zufälligkeit), ohnehin zu erwarten, dass auch viele fälschlich Beschuldigte darunter sein mussten. Dies stellte sich auch relativ schnell heraus, während schon private Firmen mit der Auswertung der Festplatten beauftragt werden sollten. Und so viele blieben dann zum krönenden Abschluss der Aktion übrig:

“Wir haben alle Verfahren eingestellt.”

- Oberstaatsanwalt Rainer Wolf

koeln.de

Update

16-jährige nackt vor Stadion: Rechtswidrig

Dezember 14, 2007

Vor rund eineinhalb Jahren berichteten wir von der 16-jährigen die sich aufgrund von Polizeikontrollen, vor einem Fußballspiel des 1. FC Dynamo Dresden, in einem Zelt nackt ausziehen musste.

Das Gericht stellte nun fest das dies rechtswidrig war.

Rechtswidrig war es laut Gericht aber nur, weil sich die Polizisten, mehr oder weniger, irgendwelche Leute aus den Besuchern herauspickten (Verdächtig ist wer nicht verdächtig aussieht).

Prinzipiell wäre es aber laut Gericht - im Einzelfall - rechtens, dass sich Leute völlig nackt ausziehen müssen (solange sich die Polizei bessere Gründe einfallen lässt, oder wie? Und Einzelfall, blabla, wer weiß schon wieviele kontrolliert wurden).

Was nun mit den Polizisten passiert die daran beteiligt waren bzw. deren Vorgesetzten (bis zum Justizminister) steht da aber nicht.

Lasst mich mal raten: Gar nichts.

Entführungen sind “legal”

Dezember 2, 2007

Das amerikanische Recht erlaube die Entführung von Ausländern, solange diese von einem US-Gericht gesucht würden, sagte er laut einem Bericht der Zeitung “The Sunday Times”. Der oberste Gerichtshof der USA, der Supreme Court, habe das Kidnapping Gesuchter aus anderen Ländern ausdrücklich erlaubt.

[...]

Prinzipiell könnten auch deutsche Manager das Ziel von amtlichen Kidnappern werden, die im Auftrag der USA handeln. “Wenn eine Person im Ausland entführt und in die USA gebracht wird, kann ein amerikanisches Gericht nichts dagegen machen”, sagte Jones. “Das geht noch auf die Zeit der Kopfgeldjäger um 1860 zurück.”

spiegel.de

Sondereinsatzkommando gegen Farbschmiererei

Dezember 2, 2007

Diese Geschichte hat fast alles: Denunziation im Wartezimmer einer Arztpraxis, ein Sondereinsatzkommando der Polizei, stundenlange Verhöre, Speichelprobe, Verhör von Kindern ohne Beisein der Eltern, Durchsuchung der Wohnung während die Durchsuchten nicht in die Wohnung dürfen und vollkommener Mangel an… Sensationell! Es fehlen eigentlich nur noch die nackten Frauen.

Aber was ist denn nun passiert?

Es ist Montag der 11. September letzten Jahres gegen 14:00 Uhr. Die bayrische Polizei stürmt die Wohnung von Familie Lindner in diesem Gehöft in der Nähe von Burghausen. Das Ehepaar hat zwei Kinder im Alter von sechs und zehn Jahren und bewohnt ungefähr 90 Quadratmeter. Doch die Polizei rückt mit einem martialischen Großaufgebot an.

mdr.de

Dafür muss es ja bestimmt extreme Gründe geben!

Was muss da vorgefallen sein, wenn die bayrische Provinzpolizei ein so großes Rad dreht? Entführung, Mord, Attentat? So ungefähr: Im idyllischen Nachbarort Marktl am Inn steht das Geburtshaus des Papstes. Böse Menschen haben es zwei Tage zuvor, unmittelbar vor dem Papstbesuch, mit blauer Farbe bespritzt.

mdr.de

WTF? Aber mindestens wird man ja handfeste Beweise haben, die dringenden Tatverdacht nahelegen?

Der einzige Verdachtsmoment gegen den Familienvater: Er hatte im Wartezimmer dieser Arztpraxis zu einem anderen Patienten gesagt, dass die 40 Millionen, die der Papstbesuch kostet, besser hätten verwendet werden können.

mdr.de

Uff. Sehr hart. Aber bestimmt ist damit wenigstens keiner durchgekommen, oder? Denn allein deswegen

O-Ton: Petra Lindner, Mutter
“Für mich war es die Hölle, weil ich draußen stand, die ganzen Polizisten waren im Haus und ich durfte nicht rein. Ich wusste nicht, was passiert in dem Haus und die Angst um meine Kinder. Unser kleiner Florian war sechs der Christopher war zehn. Es war schlimm für mich, sehr schlimm.”

Drinnen wird auch das Kinderzimmer durchsucht, die Kinder werden befragt.

mdr.de

dürfte sowas ja scheitern? Befragung von Kindern ohne Beisein der Eltern, Beiwohnen der Durchsuchung von der Polizei verhindert…

O-Ton: Siegfried Lindner, Vater
“Wir haben uns schriftlich über die Hausdurchsuchung beschwert, per Einschreiben. Und bis heute haben wir von diesen Leuten keine Auskunft, keine Antwort, keine Entschuldigung, nichts bekommen.”

mdr.de

Polizei gibt Rechner Beschuldigter zur Durchsuchung an die Musikindustrie

November 16, 2007

Nach Angaben des Hamburger Musikindustrie-Anwalts Clemens Rasch schicken Polizeibehörden in Verfahren gegen Personen, denen der nicht lizenzierte Upload von Musikdateien in Filesharing-Netzwerke vorgeworfen wird, bei Hausdurchsuchungen sichergestellte Rechner an Raschs Firma proMedia GmbH, die als “Piratenjäger” der Musikindustrie arbeitet. Bei proMedia werden laut Auskunft des Anwalts die Festplatten gespiegelt und die gespiegelten Kopien “ausgewertet”.

heise.de

Bei solchen Sachen fehlen mir immer die Worte. Es will mir nicht in den Kopf wie es sein kann, dass man nicht nur eine private Stelle diesen Job machen lässt, sondern ausgerechnet auch noch die Partei in deren Interesse lediglich die Verurteilung des Beschuldigten liegt. Wer glaubt denn das den Ergebnissen zu vertrauen ist? Diese Firma kann nicht nur den Platteninhalt beliebig verändern, sondern bekommt gleich außerdem noch Vollzugriff auf alle anderen privaten Daten. Bravo, wenn da kein Zusatzgeschäft drin ist. Kann man die informationelle Selbstbestimmung (Kontrolle darüber wer was über die eigene Person weiß) noch mehr pervertieren? Jetzt fehlt ja nur noch die Privatisierung des Justizsystems, damit die Musikindustrie auch die Verurteilung gleich selbst vornehmen kann. Die meisten Aufträge bekommt das Gericht, das am schnellsten (ver-) urteilt…

Wie viele Bereiche gibt es noch, in denen die Beweissicherung längst nicht mehr von der Polizei erledigt wird?

Zustimmung “Trotz schwerwiegender politischer und verfassungsrechtlicher Bedenken”

November 13, 2007

Wer sich mit politischen Prozessen in ihrer vollen Armseligkeit beschäftigen möchte, sollte keinesfalls diese Sache verpassen: Am Freitag (09.11.2007) wurde ja die VDS im Bundestag abgenickt - 26 SPD Politiker haben neben ihrer Zustimmung eine Zusatzerklärung abgegeben in der es u.a. darum geht, dass sie trotz ihres Votums schwerwiegende Bedenken gegen dieses Gesetz haben. Es wird gar offen zugegeben, dass die Politik die Verantwortung, verfassungsgemäß zu handeln, lieber direkt an das Bundesverfassungsgericht abschiebt, statt sich selbst eben darum zu bemühen.

Trotz schwerwiegender politischer und verfassungsrechtlicher Bedenken werden wir im Ergebnis dem Gesetzentwurf aus folgenden Erwägungen zustimmen.

Seite 13032

Ich surfe, also bin ich (verdächtig)

Oktober 2, 2007

Wie schnell man ins Blickfeld von Ermittlern geraten kann, zeigt sich dieses Mal (wieder) am Vorgehen des BKA.

Wer sich im Netz diese offizielle Information einholt, riskiert was: Ausweislich eines Vermerkes der Behörde, der dem Tagesspiegel vorliegt, werden seit September 2004 die IP-Adressen – es geht um Zahlenkolonnen, die der eindeutigen Identifizierung von Rechnern dienen – aller Besucher dieser Internetseite registriert. Zudem versuchte die Behörde, einen Teil der Computerbesitzer zu identifizieren, die die betreffende BKA-Website besucht hatten.

Ursprünglich hatte das BKA die Identität von 417 Personen feststellen wollen. Dabei handelte es sich nicht um Tatverdächtigte, sondern offenbar um alle Personen, die sich zwischen dem 28. März und dem 18. April diesen Jahres auf den Internetseiten des Bundeskriminalamtes über die „Militante Gruppe“ informieren wollten.

tagesspiegel.de

Eine triviale Aktion wie ein Mausklick genügte (in diesem Fall) also bereits, um Beamte dazu zu bewegen, die Daten eines Surfers zu speichern. Und nicht nur das, es “genügte” sogar um Ermittlungen zu starten. Eine Denke wie diese ist es, die schon dem Wissenschaftler Andrej H. Untersuchungshaft einbrachte, weil er Bibliotheken aufsuchte, oder ohne Handy aus dem Haus ging… Ungeklärt ist auch, was mit den Daten geschah. Wird man diese löschen? Bleiben sie gespeichert und wird beim nächsten Mal auf ein “verdichten von Verdachtsmomenten” geschlossen, surft die gleiche Person zum zweiten Mal auf die “falsche” Seite?

In Zukunft lassen sich Menschen also leicht in Bedrängnis bringen, in dem man ihnen einen Link mit dem Spruch “Hier, klick mal!” zuschickt? Wollen wir diese Aussicht? IST es noch eine Aussicht? Eine solche Arbeitsweise führt doch zu Hexenjagden, wenn klar sein muss, dass es sich fast immer um zufällige Besucher, oder harmlose Informationssuchende handelt. Wie schon die Ankündigung, den Bundestrojaner notfalls als Mail einer anderen Behörde zu tarnen, schwächt es auch erneut das Vertrauen in staatliche Dienste. Niemand wird noch Websites des Staates besuchen, wenn dann wegen Surfen gegen ihn ermittelt wird, oder Mails öffnen, wenn diese vielleicht Trojaner enthalten. Dabei ist es noch nicht einmal zulässig, Daten der Surfer über das Ende des jeweiligen Nutzungsvorgangs hinaus zu speichern, wie es auch das Bundesjustizministerium auf seiner Seite getan hat. Hier kann doch nicht einmal Unwissenheit unterstellt werden.

Nicht unerwähnt bleiben sollten auch kommende Gesetze(sänderungen), aus der Politik war ja schon zu vernehmen, das schon der Klick auf Websites mit Bombenbauanleitungen gleiche oder schlimmere Folgen als der Besuch der BKA Homepage haben sollen. Dann wären wir endgültig so weit, dass kein freies Surfen mehr möglich ist, müsste man sich doch beim Anklicken von Links darüber den Kopf zerbrechen, ob diese nicht eine Information enthalten könnten, die Konsequenzen nach sich ziehen werden. Wie schon beim Hackerparagraphen, werden so zunehmend immer mehr Dinge kriminalisiert, die straffrei bleiben müssten.

Fälle wie dieser zeigen, dass es kaum Respekt vor Rechten der Bürger gibt und man den Schwerpunkt bei Entscheidungen klar und ungebremst auf die eigenen Ziele legt. In diesem Klima ist eine weitere Einschränkung der Freiheit mit nichts zu rechtfertigen und stellt den Menschen hinter diesen Plänen ein finsteres Zeugnis aus.

Bayern von Ho Ho Hochseeterrorismus bedroht!

September 21, 2007

Jedenfalls warnt Günther Beckstein vor Terror-Booten. :D Vielleicht rudert auch deshalb der Schäuble zurück. Auf dem Wasser ist es halt nicht länger sicher!

Und wie immer sind die Aussagen zum Atomangriff ([...] „Es hat keinen Zweck, dass wir uns die verbleibende Zeit auch noch verderben [...]) natürlich völlig falsch gedeutet worden…

Eine entsprechende Interviewpassage vom vorigen Wochenende sei zugespitzter freigegeben worden als sie der Minister gemeint habe, sagte ein Sprecher seines Ministeriums am Freitag in Berlin.

rundschau-online.de

Alles ist gut

August 24, 2007

[...]Statt “GEZ-Gebühren” soll Akademie.de ab sofort “gesetzliche Rundfunkgebühren” schreiben, statt “GEZ-Fahnder” tatsächlich “Beauftragtendienst der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten oder Rundfunkgebührenbeauftragter”.

[...]

Der Versuch der GEZ, die “Nutzung nicht existenter Begriffe” (so das Abmahnschreiben) zu untersagen, wirkt absurd. Insgesamt 30 “falsche” Begriffe zählt die GEZ auf und stellt ihnen die “richtigen” Übersetzungen gegenüber.

Die Behauptung, der Begriff “GEZ-Gebühren” sei “nicht existent” und diene offenbar nur dazu, “ein negatives Image” der GEZ hervorzurufen, ist gewagt. Google findet die GEZ-Gebühren zum Beispiel auf ZDF.de 36 Mal - und im gesamten deutschsprachigen Netz gibt es ungefähr 219.000 entsprechende Treffer.[...]

spiegel.de

Ich mag den Verein einfach.

Ich doch nicht!

Juli 16, 2007

Niemand wolle eine Regelung zum präventiven Abschuss von Terrorverdächtigen, “schon gar nicht ich”, erklärt Schäuble.

[...]

Die Angriffe dienten dazu, die Öffentlichkeit bewusst in die Irre zu führen oder Denkverbote auszusprechen. Es sei diffamierend, seine Aussagen zur Terror-Abwehr damit zu erklären, dass er 1990 Opfer eines Attentats geworden sei.

zeit.de

Die Kritiker an den irrsten “Terrorideen” Schäubles wollen also in die Irre führen? Ich nenne das ab sofort “die Schäuble-Verteidigung”.

“Urheberrecht”

Juni 22, 2007

Bald werden wir wieder mit einer Urheberrechtsnovelle beglückt, dass hier wird so kommen:

- die viel zitierte Bagatellklausel wird nicht kommen, bleibt aus der Novelle raus, war klar
- die Privatkopie wird zuliebe von DRM getrashed
- eine Deckelung bei 5% Abgabehöhe auf Geräte findet nicht statt
- eine Einschränkung auf Geräte, die auch tatsächlich zum Kopieren von Dingen benutzt werden, wegen denen die Abgaben erhoben werden, findet nicht statt
- im Umfeld von Wissenschaft und Bibliotheken, dürfen kurze Ausschnitte aus Artikeln und Büchern nur dann als Grafiken weitergegeben werden, wenn die Verlage selbst kein eigenes Angebot haben

Fazit: Man muss fürs Kopieren, dass Verboten ist, Abgaben auf Geräte zahlen, mit denen man nicht Kopieren darf, sowie auf Medien, auf die keine Kopien geschrieben werden dürfen. Gleichzeitig sind alle Vorschläge, die nicht im Interesse der Industrie waren, aus dem Gesetz entfernt worden. Amen.

Fingerabdruck-Register für Ausländer

Juni 9, 2007

Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) plant einem Pressbericht zufolge ein zentrales Fingerabdruck-Register für Ausländer. Betroffen wären auch die rund 1,7 Millionen Türken, die zum Teil seit Jahrzehnten in Deutschland leben.

FTD.de

Typischer Schäuble.^^