Archiv für die Kategorie ‘Verschiedenes’
Intermezzo (3)
Juni 24, 2008Intermezzo (2)
Juni 7, 2008Symbolischer Knast
Mai 2, 2008Zwei mal drei Meter Pressefreiheit
Anlässlich des morgigen Internationalen Tags der Pressefreiheit stellt die Organisation Reporter ohne Grenzen heute auf dem Potsdamer Platz in Berlin symbolisch eine Gefängniszelle auf. mehr…
An was erinnert mich das jetzt?
Weitere Ideen: Symbolische Zelle für Abgeordnete die Auskunft über Nebeneinkünfte geben müssen und sich daher so eingeengt fühlen, dass ihnen kaum noch Raum zum Atmen bleibt oder Anwälte der Musikindustrie, die so wenig verdienen, dass sie sich in ihrer dadurch verursachten Verzweiflung wie eingesperrt vorkommen. [...]
Von Telefonen und Cookies
April 21, 2008eBay überprüft dabei, ob die hinterlegten Kontaktdaten in letzter Zeit geändert wurden. Trifft dies zu, muss das Mitglied selbst bei eBay anrufen und sich mit Informationen legitimieren, die nicht unter “Mein eBay” angegeben sind.
Und wie will eBay jetzt verifizieren ob es sich um den echten User handelt, wenn dies mit Daten geschehen soll, die der User nie angab?
Aber die ganze Idee ist sowieso schlecht durchdacht, wo doch kaum jemand Cookies aufhebt, insofern dürfte es wohl immer auf _Telefon_ (!) hinauslaufen…
Fünf Schicksale
April 16, 2008CCC veröffentlicht Wolfgang Schäubles Fingerabdruck in der Datenschleuder *Update vom 31.03.2008*
März 29, 2008Eine absolut beachtenswerte Sensation rollte heute auf alle Genre-Freunde zu: Der CCC hat es tatsächlich geschafft an einen Fingerabdruck von Wolfgang Schäuble heranzukommen und hat gleichzeitig das Rückgrat bewiesen diesen in der Datenschleuder samt fertiger Attrappe zu publizieren. Auf der weiteren Wunschliste des CCC stehen außerdem noch Politiker wie Angela Merkel und Günther Beckstein - praktisch das die Ausgabe der Datenschleuder gleich noch erklärt wie man Fingerabdrücke sichern kann. Wer die aktuelle Ausgabe nicht nur später als PDF beziehen will, kann sie sich auch mit einer formlosen Mail bestellen.
50:00 Schäubles Fingerabdruck (Frank Rosengart) bei Trackback
SCHÄUBLE ZU KLAU-AKTION
“Meinen Fingerabdruck kann jeder haben”
Provokation gegen den Innenminister: Wolfgang Schäubles Fingerabdruck ist durch eine Aktion des Chaos Computer Clubs ab sofort öffentlich und beliebig kopierbar. Jetzt äußert sich der CDU-Politiker - und gibt sich gelassen: Er habe doch “nichts zu befürchten”.
Na wenn es Herrn Schäuble sogar selbst völlig kalt lässt, dann dürfte sich die Sache mit der eventuell drohenden Klage ja erledigt haben?
Wohl doch nicht:
Juristisch sind die Hacker allerdings noch nicht aus dem Schneider. Eine Sprecherin des Innenministeriums erklärte am Wochenende gegenüber heise online, man wolle erst die Sachverhalte prüfen, bevor man über ein mögliches juristisches Vorgehen entscheide. So sei noch nicht sicher, ob es sich bei dem Fingerabdruck tatsächlich um den von Schäuble handle. Selbst wenn der Minister nicht gegen die Veröffentlichung vorgeht, könnten zum Beispiel die Datenschutzbehörden des Bundes und der Länder Bußgelder verhängen oder sogar ein Strafverfahren einleiten.
Den Teufel mit dem Beelzebub austreiben
März 29, 2008Lieber Herr Falsch R. Name,
es ist dunkel - wahrscheinlich mitten in der Nacht. Sie können aus unerfindlichen Gründen einfach nicht einschlafen. Kopfkissen aufschütteln hilft auch nicht. Elektronische Schäfchen inkrementieren noch weniger. Irgendwann greifen Sie wie im Albtraum zur Fernbedienung. Im TV sind zu sehen: die Vertretung für einen Moderator, eine scheinbare Quizfrage und eine, ausnahmsweise echte, Telefonnummer. In keiner Lebenssituation wären Sie nicht in der Lage die Frage korrekt zu beantworten. Der Moderator ist verzweifelt - er macht das jeden Tag. Mitleid ist angesagt. “Ist denn heute niemand mehr
dummwach? Will keiner die 99.000 Euro mitnehmen?! Ruft an, Leute, ruft an.” Neben der Telefonnummer blinkt jetzt ein Countdown. Noch zehn Sekunden, noch neun…Sie greifen zum Telefon.Sie wundern sich wie jemand es fertig bringt dort tatsächlich anzurufen.Spannendes über das gute Geschäft, das die TV-Sender mit Ihnen und anderen Schlaflosen machen, können Sie auf dem Sattel Ihres BMX Fahrrads erfahren. Außerdem: Viele weitere News und Tipps rund um Ihr Geld.
Puh, vor den Bösen erfolgreich gewarnt (die nur Geld wollen) und gleichzeitig den Hinweis bekommen was stattdessen damit zu tun ist! Wahnsinn! Es gibt sie noch, die Guten!
Nur ganz Fernsehfaule entgehen dem kaum noch zu übersehenden Angebot an Spielshows.
Leute, endlich Fleiß beweisen, ab vor die Glotze! Und denkt trotzdem daran wem ihr euer Geld geben sollt! Hä? Egal!
Handbuch für Blogger und Cyber-Dissidenten
März 13, 2008Enough Dystopia already! (1/2)
März 9, 2008Vor kurzem gab mein Modem den Geist auf. Klar, Abhilfe ist schnell geschaffen. Flux im Internet ein neues aussuchen und bestellen. Moment. Im Internet? Verdammt. Kaum zu glauben wie hart “früher” alles war! Aber weiter: Also schnellstmöglich Einrichtungen abklappern die Modems führen.
Problem #1: Ich wollte natürlich ein reines Modem, kein diabolisches Kombigerät. Brrr. An der Front ist es jedoch scheinbar so, dass es solche kaum noch gibt. Außerdem sind offenbar “alle” dazu angehalten Kunden genau dieses Teufelszeug aufs Auge zu drücken. Als erste Anlaufstelle erwählte ich einen T-Punkt. Wenn es dort keine DSL Modems mehr gibt, wo dann? Nachdem ich mich an der inzwischen wohl obligatorischen iPhone Säule mit riesigem Bildschirm vorbeigedrückt hatte, wollten mir auch schon die T-Menschen “helfen”. Schon bevor ich eine Gelegenheit dazu erhalten hatte, mich im Laden um zu sehen. Fix. Aber dies dürfte ja keine Rolle spielen, könnte eine simple Frage mich schließlich genauso zum Ziel führen. Bis auf das eine Teil wollte ich ja nichts. Sofort machte ich meinen Wunsch bekannt, ein DSL Modem (kein Kombigerät), kaufen zu wollen. “Welchen Vertrag wollen Sie denn?”, fragte mich die Mitarbeiterin.
“Nein, ich möchte keinen neuen Vertrag abschließen, sondern nur ein Modem kaufen, mein altes ist leider kaputt.” Dies schien die gute Frau zu verstören. Mich allerdings auch, denn wieso erschien es ihr ungewöhnlich, dass ich ein Modem ohne Vertrag kaufen wollte? Ich konnte doch wohl kaum der erste Kunde mit einem solchen Anliegen sein? Egal. Sie machte sich schon bereit fortzufahren. “Geben sie mir dann bitte ihre Daten - Name, Anschrift und so weiter.” Jetzt war ich leicht perplex. Aber weiterhin höflich, natürlich. “Wieso sollte ich Ihnen meine Daten geben, wenn ich doch nur ein Modem kaufen möchte?” Vor dieser Frage hätte ich es mir ja eigentlich schon denken können - jetzt würden wir keine Freunde mehr werden. Aber um meine Selbstachtung nicht zu verlieren, war ich es mir selbst einfach schuldig diese Frage zu stellen, jetzt anzubringen und nicht in die oft extrem ärgerliche “Was ich gerne gesagt hätte”-Falle zu tappen. Keine Ahnung was ich von ihr erwartet hatte. Eine sinnvolle Antwort. Okay, eher nicht, aber erhofft. Stattdessen kam nur Schulterzucken. Keine weitere Reaktion. Keine Rechtfertigung, nichts. Es schien also an mir zu liegen, die Konversation zurück auf konstruktives Niveau zu führen, bevor die (noch kurze) Pause zu einer langen, vermutlich unangenehmen (gibt es andere?), würde. “Welche Geräte haben sie denn da?” Sie war noch da, als Funke, meine Hoffnung… “Das Speedport 300 stünde zur Auswahl.” Hmmm, ich schien kein vernünftiges Hochdeutsch zu sprechen. “Das Speedport 300 ist ein Modem-Router/Kombigerät, ein solches möchte ich nicht. Nur ein reines Modem.”
Ich kann es nicht leiden mich wiederholen zu müssen, wenn ich doch schon beim ersten Mal verständlich war.
“Als reines Modem gibt es nur noch das Speedport 200, als einziges Gerät. Andere haben wir nicht.” schaltete sich T-Frau #2 (oder Problem #2) in das Gespräch mit ein. Bereits pampig. Grundlos, wie ich stark annahm. Aber wir machten Fortschritte. Da es mein primäres Missionsziel war einfach ein funktionierendes Modem zu bekommen, hatte ich selbstverständlich Interesse.
“Alles klar, dann werde ich das nehmen!” Alles wird gut… “Das haben wir nicht mehr da.”, bemerkte T-Frau #1 (fröhlich?). Und exakt hier machte ich Fehler #2.
“Wieso wollten sie dann vorhin meine Daten trotzdem erfassen, wenn sie das Gerät das ich kaufen möchte doch gar nicht da haben?” Dieses Mal nicht mal ein Schulterzucken. Planlosigkeit. Auf das Erfassen der Daten wurden wohl alle im Laden konditioniert. Nachdenken hatten sie wohl auch nicht da. Guten Tag und was ist ihre Adresse??? Oder so. Aber immer schön positiv bleiben. “Können Sie mir sagen wann Sie das Modem wieder reinkriegen?” Sie fing an am Rechner zu tippen. “Warten Sie, das dauert immer ein bisschen.” Jetzt war ich versucht einfach am Monitor vorbeizusehen, der mit der Rückseite zu mir stand, denn ich war mir fast sicher das dort nichts dauerte. Ich widerstand dem Drang. Feige Sau, ich weiß. “Wir bekommen das vielleicht in einer Woche wieder.” Schade, der Besuch hier war wohl umsonst. Dennoch war ich kurz davor Fehler #3 zu begehen (oder Fehler #4, würde man eine neue Zählung beginnen, mit dem Besuch dieses Ladens als #1). Dann gelang es mir aber doch noch, ein zu bereuendes Versäumnis mit zu nehmen. Statt jetzt zu sagen, “Da sehen Sie mal wie richtig es war Ihnen die Daten nicht zu geben, wenn sich doch nur herausgestellt hat das ich gar nichts kaufe! MUAHAHAHAHA!”, verabschiedete ich mich einfach und ging.
Hiermit lasse ich die Erzählung vorläufig ruhen a.k.a. Teil 1/2. Werde ich noch ein neues Modem bekommen? Lassen sich ärgerliche Szenen in jedem Laden erzeugen, in dem man nicht persönliche Details herumfeuern möchte? Ist der Alltag überall so erheiternd? Wer interessiert sich noch alles einen Dreck für die Wünsche seiner Kunden, sofern diese vom Vorzeigen von Ausweisen abweichen? Und was soll die Überschrift überhaupt bedeuten? All das und mehr, im Finale. Kommt keines, hat bestimmt FOX die Reihe eingestellt!
Lang gehegter Wunsch
Februar 6, 2008Bundeswehrsoldaten im Inneren einzusetzen ist ein lang gehegter Wunsch von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble. Politisch konnte er ihn bisher nicht durchsetzen, wegen des Widerstands der SPD und des Verbots in der Verfassung. Doch es gibt immer mal wieder Versuche, Fakten zu schaffen und die Grenzen des Möglichen auszutesten. Die Bewachung der Münchner Sicherheitskonferenz am kommenden Wochenende wirkt, als sei sie Teil dieses Plans:
Keine Schlagzeile
Januar 23, 2008Die Aktion Himmel dürfte wirklich wenigen entgangen sein, gegen nicht weniger als 12.000 Leute wurde ermittelt wegen KiPo Verdachts. Und was nicht wieder für ein Wind gemacht wurde. Was jedem sowieso klar war, der regelmäßig surft, war es bei der Leichtigkeit, mit der man auf irgendeiner Website landet (oder gar Zufälligkeit), ohnehin zu erwarten, dass auch viele fälschlich Beschuldigte darunter sein mussten. Dies stellte sich auch relativ schnell heraus, während schon private Firmen mit der Auswertung der Festplatten beauftragt werden sollten. Und so viele blieben dann zum krönenden Abschluss der Aktion übrig:
“Wir haben alle Verfahren eingestellt.”
- Oberstaatsanwalt Rainer Wolf
Personalausweisnummer generieren
Januar 11, 2008daten-speicherung.de hat ein paar Links dazu gesammelt, wie sich Personalausweisnummern generieren lassen, die z.B. bei einigen Diensten ansonsten völlig unnötig gesammelt werden.
