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Datendiebstahl in den USA weitet sich aus

20/04/2005

Die Schuhhandelskette DSW hat bekannt gegeben, dass die Daten von 1,4 Millionen Kunden gestohlen wurden – das Zehnfache der ersten Angabe.

Die US-Schuhgeschäftskette DSW gab nun bekannt, dass Kreditkartendaten von 1,4 Millionen Kunden aus insgesamt 108 Läden gestohlen wurden. Betroffen sind Kredit- und Geldkarten von Kunden, die zwischen Mitte November 2004 und Mitte Februar 2005 eingekauft hatten.

Außerdem hatten die Datendiebe Kontendaten von 96.000 Kunden an sich gebracht, die mit Schecks bezahlt hatten. Damit sind mehr als zehn Mal so viele DSW-Kunden betroffen als ursprünglich angenommen.

Datendiebstahl und -verlust sind in den USA ein ausuferndes Problem, von dem inzwischen mehrere große Unternehmen und Dateninformations-Maklerfirmen betroffen sind.

Dazu zählen der US-Online-Informationsdienst LexisNexis mit seiner Dateninformations-Maklertochter Seisint sowie der Dateninformationsmakler ChoicePoint.

US-Kongress will strengere Gesetze
Der US-Kongress diskutiert Vorschläge zum besseren Schutz persönlicher Daten. Tausende Amerikaner sind jährlich die Opfer.

Die Kriminellen eröffnen mit Hilfe persönlicher Daten der Betroffenen Konten, beschaffen sich Kreditkarten und machen in großem Stil Schulden.

Es dauert häufig Monate oder gar Jahre, bis die vom Datenmissbrauch betroffenen Bürger die Banken, Kreditgeber, Geschäfte und andere Gläubiger davon überzeugen können, dass sie Opfer von Identitätsdiebstahl waren und die Schulden oder Käufe nicht selbst gemacht haben.

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