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Nie daran denken

26/11/2008

An rechtliche Schwierigkeiten hat Kathrin Janert nicht gedacht. „Ich habe mich auf eine schriftliche Erklärung der Firma verlassen, die uns das System verkauft hat“, sagt sie.

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Haha! Hat die Firma, deren Interesse es _möglicherweise_ ist, ihre Produkte auch zu verkaufen, der armen Frau also versprochen das das so schon alles passt. So jemand glaubt vermutlich im Supermarkt auch, dass alles im Einkaufswagen gesund ist, weil nirgends giftig draufsteht.

Machen wir uns nix vor, Menschen sind einfach nicht fit eine solche Technik einzusetzen. Wenn die Leute im Kindergarten die Eltern der Kinder, die sie jahrelang betreuen, nicht kennen, dann soll eben im Zweifelsfall nach dem Ausweis gefragt werden. Es liegt doch garantiert für jedes Kind ein Schrieb vor, in dem vermerkt ist wer zur Abholung berechtigt ist.

„Bei uns ist die finanzielle Ausstattung so eng, dass alles bedacht werden muss“, rechtfertigt der Superintendent des Kirchenkreises, Christoph Schuppan, die Situation.

Warum wirft man dann Geld für ein überflüssiges, biometrisches System zum Fenster raus? Unbekannte Erziehungsberechtigte zu bitten einen Ausweis zu zeigen, ist _umsonst_.

Für Kathrin Janert steht aber fest, dass das Fingerscanning nur mit der Unterstützung der Eltern anlaufen kann.

Warum wurde dann nicht _erst_ gefragt und _dann_ gekauft? So wirkt es doch eher wie ein Versuch möglichst unbeschadet aus der Sache rauszukommen, weil die nötige Einsicht vorher nicht da war.

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