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Wo Politiker (nicht) handeln

15/01/2009

Familienministerin von der Leyen will ehemalige Heimkinder, die Zwangsarbeit leisten mussten, nicht entschädigen. Ausgerechnet die Täterverbände sollen die Aufklärung leiten.

[…]

Unter der Obhut kirchlicher Trägervereine wie der Caritas und dem Diakonischen Werk waren die Jungen und Mädchen in den Heimen zum Teil gequält und misshandelt worden. „Viele Betroffene leiden heute noch unter den Folgen der Geschehnisse“, beklagt der Sprecher des Opfervereins, Michael-Peter Schiltsky. „Sie mussten folterähnliche Bestrafungen hinnehmen, harte industrielle Arbeit ohne Bezahlung und ohne Rentenansprüche ableisten, sie bekamen ungefragt Psychopharmaka, viele wurden über Jahre sexuell missbraucht.“

[…]

Wie aus einem Schreiben des Parlamentarischen Staatssekretärs im Familienministerium, Hermann Kues (CDU), an den Petitionsausschuss hervorgeht, will das Ministerium nun statt der beiden kirchenunabhängigen Vereine den „Deutschen Verein für öffentliche und private Fürsorge“ mit der Organisation des runden Tischs betrauen – ausgerechnet den Dachverband der ehemaligen Täterorganisationen. Für die Mitglieder des VEH ist diese Entscheidung nicht zuletzt aufgrund der NS-Vergangenheit des Vereins untragbar.

taz.de

Spätestens jetzt glaubt man der Frau natürlich, dass ihre Motive für die Einrichtung von Internetfiltern nur positive sind… Selbst (oder gerade) sinnlose Filter sind eben immer noch leichter einzurichten, als da anzupacken wo es wirklich brennt.
Ich bin auch gespannt, ob man nun immer noch im gleichen Maße etwa China für deren Internetfilter kritisieren wird.

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