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Sie brauchen endlich ein Hobby

01/04/2009

Und zwar wirklich nur irgend eines. Die immer gleichen Gewürze in der Küche erneut zu beschriften (!) tut es da nicht mehr, denn so lange und sooft wie die Neutralisierung der idle hands nötig ist, wird das allein nicht als Beschäftigung genügend große Zeiträume überbrücken, lebt man jetzt nicht im Hauptlager eines Großhändlers. Von Gewürzen.
Ich sah auf Youtube den Videomitschnitt einer Talkshow, in der es wieder mal um das Totalverbot (!) von Computerspielen auch gleich für Erwachsene ging. Weil den Leuten, die das fordern, eben nichts besseres einfällt – mit dem sie sich stattdessen beschäftigen könnten. Und weil sie nicht begriffen haben, das Verbote gegen Spiele gar nicht helfen, weil Spiele nicht mal das Problem sind. Und weil Verbote (wenn längst genug verboten ist) eher der sinnfreien Natur sind, was man leicht daran sieht, dass alle Probleme, für die irgendwann mal Verbote erlassen wurden, diese überlebt haben und heute noch Mitglieder des gleichen Menschenschlages erneut nach neuen Verboten kreischen lassen. Ungebremst. Unreflektiert. Uninformiert. Es ist die abstoßende Tyrannei der Menschen, deren einziger Spaß es zu sein scheint, anderen den ihren zu nehmen. Wobei die zweite Gruppe, besonders im Vergleich mit der Ersten, keine Schwierigkeiten damit hat, ihr Leben mit verschiedensten interessanten Dingen zu bereichern und die deshalb auch diese grässliche Arbeitsbeschaffungsmaßnahme nicht benötigt.
Es wird immer Personen geben, denen nichts anderes einfällt als das Schließen sämtlicher Zoos zu fordern, wenn mal ein Löwe ausgebrochen ist und Menschen verletzte oder gar tötete. Das ist unvermeidlich und zunächst auch gar nicht so schlimm, vielleicht sogar zunächst noch verständlich. Der springende Punkt ist aber, dass man irgendwann aufhören muss dieser Gülle zuzuhören, bevor genug Leute nachgeben, weil sie es nicht mehr hören können und man scheinbar so jemanden nicht anders still bekommt. Spätestens dann muss man sich der unangenehmen Aufgabe stellen, auch die Aktionisten mal mit der Realität zu konfrontieren. Zwar zweifele ich grundsätzlich die Motivation einer Person an, die nur das Verbot einer Sache fordert, die sie selbst nicht in Anspruch nimmt und daher auch nicht vermissen wird, während sie eigene Hobbies als unproblematisch einschätzt, aber auch davon abgesehen muss man Aufklären, dass das primäre Produkt, die absolut Sicherheit, was Aktionisten subtil implizieren, sowieso unerreichbar ist. Uwe (Name von Redaktion geändert?) zum Beispiel, spricht mit einer Körperhaltung, die in mir grenzenlosen Ekel hervorruft, von seinem Traumziel, dem Komplettverbot, während er Waffenbesitz nicht hart reglementieren möchte, geschweige denn verbieten. Denn ein Totalverbot von Waffen würden ja auch nur Wahnsinnige mit fanatischem Blick fordern! So jemanden kann man dann nicht ernst nehmen… Das auch nur ganz kurz anzureißen ist doch überhaupt kein Thema wert!
Ich würde ja schreiben, dass man mich spätestens an dieser Stelle völlig abgehängt hat, aber das würde ja bedeuten, dass ich diesem Vorgang an irgendeiner Stelle etwas rationales abgewinnen könnte, was absolut nicht der Fall ist. Die darin steckende Behauptung ist für sich bereits eine abzulehnende. Danach wäre ein Computerspiel gefährlicher als Schusswaffen. Dies muss man sich in der Tat als implizierte Aussage zurechnen lassen, wenn man diese härter reguliert sehen möchte. Ausflüchte, die selbstverständlich zur Verteidigung gebracht würden, sind mir da gleich. Uwe hat sogar wörtlich gesagt, dass auch Erwachsene solche Spiele einfach nicht brauchen. Aber genau hier muss spätestens der Stecker gezogen werden, wenn ein Politiker meint nicht nur bestimmen zu dürfen, sondern gar zu müssen, mit welchem harmlosen Hobby sich Volljährige in ihrem Privatleben beschäftigen. Da ist in der Tat der Bock geschossen worden. Wie Zeitungen schon über die Freizeitbeschäftigungen mancher Spiele-Verbieter titelten.
Würden wir wirklich in eine schönere Gesellschaft mutieren, wenn wir stattdessen alle in den Schützenverein eintreten und mit echten Waffen herumlaufen? Vermutlich würden dann sogar Unfälle durch unachtsamen Umgang steigen. Aus welchem Grund dreht man da nochmal nicht durch? Gibt es da keine Lobby? Sind Waffenhersteller eigentlich aktiv am Lobbying gegen Computerspiele beteiligt, damit sich das öffentliche Interesse komplett darauf richtet? Und es sich kein anderes Ziel aussucht? Was sicherlich nicht weniger nahe liegend wäre?
Wie erklärt man sich, dass es genau solche Gewalt schon gab, bevor Spiele überhaupt existierten? Deswegen kann ich die ganze Debatte prinzipiell nicht ab, sogar wenn sie sauber und sinnvoll geführt würde. Leute die, warum auch immer, Gewalt ausüben könnten, werden bestimmt nicht glücklicher, wenn man ihnen das wenige, was ihnen noch Spaß machte, auch noch weg nimmt. Ganz im Gegenteil.
Überhaupt ist das eine stellvertretende Debatte. Die Gesellschaft wird damit geschützt. Davor, sich das anzuschauen, was das eigentliche Problem ist.
Die geschichtliche Wiederholung ist so dramatisch schnell, dass es mir völlig schleierhaft ist, wie man mit diesem Bullshit durchkommt, ohne gleich von ganzen Menschenmassen ausgebuht zu werden. Nachdem der Buchdruck erfunden war, wurden Romane kritisiert, Menschen die zuviel lesen, würden sich wahrscheinlich in den Geschichten verlieren und hätten keinen Bezug zur Realität mehr. Polka tanzen sei so schlimm, dass Frauen maximal 25 Jahre alt werden könnten und auch Männer würden es maximal noch bis 31 packen (warum sollten ausgerechnet Männer länger leben?). Als das Radio kam war das natürlich auch eine Katastrophe, klar – man konnte darin Stimmen hören, die nicht von Menschen gesprochen wurden, die in unmittelbarer Nähe standen. Wer führt schon noch eine Unterhaltung mit echten Menschen, wenn er auch so Stimmen hört?!? Mit dem Film ist dann natürlich die Menschheit auch schon wieder untergegangen. Und das Theater. Dazwischen ging es dann immer wieder um Musik. Egal welches Medium sie verbreitete. Aber der Teufel (wer sonst) ließ ja nicht locker. Musikfilme! Filme über die im Radio gesprochen wurde! Radios die in Filmen zu sehen waren! Musik die Filme erwähnte! Man vermag es sich gar nicht auszumalen, wie da noch die diabolischen Bücher mit hineinpassen könnten.
Damit war aber noch lange nicht das Ende erreicht. Schließlich kam es erst jetzt zu Computerspielen und nochmal gute 10 Jahre später erst zum Web.
Man mag jetzt annehmen (wenn man das Mittelalter geistig hinter sich gelassen hat) das alle diese Medien recht verschieden sind und gänzlich eigene Merkmale aufweisen. Eine große Verbindung aber gibt es. Sie alle haben immer das Ende der Menschheit, mindestens aber der Gesellschaft herbeigeführt – jedenfalls nach den Voraussagen ihrer größten Kritiker. Und sie alle wurden mit den nahezu identischen, letztlich gleichen lächerlichen, negativen Argumenten bedacht. Keiner dieser Leute hat je wirklich inne gehalten und sich erst mal überlegt, wieso ausgerechnet er jetzt bei Büchern/Filmen/Radio/Musik/Kunst/Spielen/Internet mit dem gleichen Argument recht haben sollte, dass sich schon bei allen vorigen Medien als falsch herausgestellt hat. Verdammte Lautenspieler vor hunderten Jahren am Hofe irgendeines Königs sahen sich diesem Schwachsinn gewiss schon ausgesetzt… Hofnarr (nur um zu demonstrieren mir die Verbindung aufgefallen ist; ich stehe jedenfalls gar nicht auf die hier übliche Anspielung – immerhin war ein Hofnarr nun mal nicht an der Macht).
Es ist so ähnlich wie mit den Zeugen Jehovas, die schon mehrfach den Weltuntergang vorhersagten, der dann aber nie eintrat (Überraschung!), was nur dazu führte, dass sie den Termin nach hinten verschoben. Alles geht, solange man der Wahrheit nicht ins Auge sieht.
Man blendet einfach diese Tatsachen aus, um sein Weltbild funktionell halten zu können. Wirklich schlimm ist, dass diese Leute, nach deren Logik man auch Ärzte abschaffen könnte, weil wir sowieso sterben, in Debatten sogar noch Beifall erhalten. Jeder Humbug wird beklatscht.
Die gleiche Lernresistenz sieht man bei Beurteilung „unserer“ Jugend, die auch schon seit Anbeginn der Zeit den Bach runtergeht…
In der Talkrunde gab es genau eine Person, die wusste wovon sie sprach und die sich wirklich Mühe gab aufzuklären, um von den hohlen Phrasen der alten Menschen wegzukommen, die selbst nie gespielt haben und die einige wenige synthetische Szenen gesehen haben (die den Irrsinn vervollständigten, weil sie selbst zugaben, dass sich ihre Aussagen auf zum Teil zusätzlich modifizierte Versionen der Spiele bezogen…), die Lobbyisten ihnen zusteckten. Dieser Mann hatte es so wahnsinnig schwer auch nur einen Satz herauszubringen, ohne das jemand was mit verbieten dazwischen faselte, weil eine echte Sachlage wesentlich komplexer ist, als man sie mit 2-3 auswendig gelernten Sprüchen darstellen könnte. Das wirklich traurige ist, dass man es naturgemäß in dieser Position sehr viel schwieriger hat. Daher ist es auch verfehlt hier ganz automatisch in eine Respekthaltung zu springen, weil man an diesen Diskussionsrunden zumindest sehr schön sieht, mit wie wenig Niveau es tatsächlich in der Politik zugeht. Alle basieren ihre Verbotswünsche auf irgendwelchen, zumindest zweifelhaften Zahlen und haben eher die Haltung, dass sich die Personen rechtfertigen müssen, die gegen ein Verbot sind. Die Freiheit als Ausnahme eben. Passt wunderschön in das gegenwärtige Konzept. Durch diese Auffassung aber, werden sie selbst zum viel größeren Problem. Allein schon deshalb, weil selbst wenn die herbeigesehnten Verbote auch wirklich das tun würden, wofür man sie erschafft, was hätte man schon erreicht? Die Bundesrepublik ist jetzt 60 Jahre alt. Im gesamten Zeitraum ihres Bestehens gab es jetzt 3 solche Vorfälle, die man als Begründung hervorholt. Diese 3 Ereignisse sollen jetzt also wirklich reichen, um das mit einem Volk von 84 Millionen zu machen? Das wäre schon höchst fragwürdig (und letztlich abzulehnen), würde es den vorgeschobenen Grund voll und ganz erfüllen. Wobei wir doch alle ganz genau wissen, dass das nie und nimmer der Fall sein wird.
Jemand erzählte mir vor Jahren, dass er Angst hätte im Straßenverkehr zum Krüppel zu werden, im Rollstuhl sitzen zu müssen, für den Rest seines Lebens, weil er, selbst natürlich schuldlos, Opfer eines Verrückten werden könnte, der seinen Wagen rammt. Rammen würde, es könne jederzeit passieren. Daher wollte er ein Gesetz haben, dass Leute zwingt alle paar Jahre erneut den Führerschein zu machen. Die Abschaffung des lebenslang gültigen Lappens. Ich fragte ihn, wie ein weiterer, kleinerer Test diese Gefahr eindämmen würde, hätte doch dieser Verrückte, vor dem er Angst hat, den normalen Führerschein auch schon geschafft. Achtung Logik: Würde dieser Test diesen imaginären, generischen, nicht existenten Verrückten „von der Straße holen“ können, hätte er den Führerschein ja sowieso nie erhalten, bzw. hätte der Führerschein das nicht verhindert, würde ein späterer, kleinerer und noch leichterer Test daran sowieso nichts mehr ändern können. Es würde eigentlich nur wahnsinnig viel Geld und Lebenszeit verschwenden, auch von Leuten, die besseres zu tun haben.
Überraschung: Er änderte seine Meinung nicht, stattdessen wurde mir angelastet, dass ich, damit das ich seine Idee nicht mittrage, sicherlich insgeheim planen würde, ihn zum Krüppel machen zu wollen. Weil der Verrückte ja jetzt immer noch auf der Straße unterwegs ist. Der ihm bestimmt bald in den Wagen reinfahren wird. Wonach er zum Rollstuhlfahrer wird.
Er schaute kaum Filme, er spielte keinerlei Computerspiele (durch), er hatte schon vor Jahren aufgehört mit Musik (!), er hatte keine echten Hobbies, keine Leidenschaften, frei von Enthusiasmus – aber er wollte dieses Gesetz…
Was niemanden interessiert: In Deutschland hat man schon jetzt die bizarrsten Gesetze gegen Spiele am Start, seit Jahren. Spieler sehen sich gezwungen Titel im Ausland zu kaufen. Nicht nur wegen der deutschen Sprachausgabe. Dark Messiah ist ab 18 und trotzdem geschnitten. Es werden also bereits seit Jahren Erwachsene zensiert. Spiele mit Gewalt können sowieso nicht von Kindern/Jugendlichen gekauft werden. Alles ab 18. Das ist es also worauf es letztlich hinausläuft, mehr Zensur für Erwachsene, für jeden. Ganz wie der nette Politiker im Talk sagte. Auch Erwachsene brauchen das nicht. Folglich glaubt er zu wissen was jeder braucht. Dabei ist das Einzige, was ich ganz sicher nicht brauche, seine Einmischung.
Während ich das hier tippe, melden die Radionachrichten, dass inzwischen überall spielsüchtige Jugendliche seien. Diese Motivation hätte ich jetzt gar nicht mehr gebraucht. Klar, der Staat (und natürlich alle Radiosender) weiß eben was die genannten 15-jährigen daheim in ihren Zimmern machen, wenn sie glauben allein zu sein. Aber selbst wenn gespielt wird: Wer keine Freunde hat, mit denen er seine Zeit statt mit Spielen verbringen könnte, darf eben auch sonst keinen Spaß haben. Wo kämen wir da hin. Starrt an eine weisse Wand. Mindestens so viele Stunden, wie ansonsten gespielt worden wäre. Da muss man schon konsequent sein. Solange man sich nicht darüber klar wird, dass jeder, der anfängt viel zu spielen, schon vorher, also aus anderen Gründen, die nötige Zeit frei hatte, ist doch alles im grünen Bereich. Abgesehen davon ist doch das letzte was man in dieser öffentlichen Debatte möchte, wenn man nicht übertünchen kann, dass man es nicht mit einer kleinen Gruppe von Freaks zu tun hat, die kontrolliert werden muss, sondern um Millionen von Menschen, die ein längst völlig normales Hobby ausüben. Dann kommt man fast schon gefährlich nahe dahin, sich damit auseinandersetzen zu müssen, das es darum geht, dass Leben von Massen zu beeinflussen. Massen die völlig unerwünschten Widerstand leisten könnten.
Denn ist man erst einmal selbst betroffen und projiziert man nicht mehr auf ein herbeigerufenes Bild eines erfundenen Spielers, verbietet es sich plötzlich nicht mehr so leicht. Dann klatschen plötzlich weniger Leute in der Menge. Es sind auch hier eben wieder nur die Anderen, die ihr böses Killer-Reversi im Master Skill Level spielen. Und wer gönnt seinem Nächsten schon irgendetwas? Kreischt jemand nicht mit, wird diese Person sicherlich übles im Schilde führen.
Mein Fazit ist, dass es einen Typus Mensch gibt, der zwar grundsätzlich nichts mit sich selbst anzufangen weiß, aber dennoch von so einer Art „Fleiß“ angetrieben wird. Man erinnert sich, die Leute die in der Schule nicht nur die Hausaufgaben sofort als erstes nach dem Schultag erledigten, sondern zusätzlich irgendwelche unverlangten Sonderaufgaben machten, alles in Schönschrift. Nur um es dem Lehrer vorzeigen zu können, den das nicht mal interessierte und der eher peinlich berührt war. Dieser Personenkreis sucht sich also als Ersatz etwas das sie für wichtig halten und das sie gleichzeitig selbst über den Tag bringt. Den Leuten verdanken wir dann Ideen und Umsetzungen wie Vorratsdatenspeicherung, Konto-Abrufe für jedermann, Abhören im Schlafzimmer, Bundestrojaner, Webfilter und natürlich auch das seit Jahren komplexeste, mit den meisten Verboten übersäte Jugendschutzgesetz für Spiele auf der ganzen Welt. Sie selbst können es nicht einräumen, weil es zur sofortigen Niederlage in jeder Diskussion führen würde, aber man muss endlich damit aufhören mehr daraus zu machen als es wirklich ist. Verbietet am besten euer eigenes, sinnloses Getue. Dann könnt ihr euch auch den ganzen Tag damit beschäftigen, eure eigene Einhaltung des Verbots zu kontrollieren.

Wem das immer noch nicht reicht, der darf Aufsätze zu folgenden Themen schreiben:

Wieso gibt es Gewalt an Schulen „erst“, seitdem die Schüler Kameras haben, mit denen sie sich aufzeichnen lässt? Lässt sich nicht auch hier wieder in die „heile Welt“ (des Wegsehens) der 90er zurückkehren, indem man einfach die Kameras aus der Gleichung herausnimmt? Folgliche Lösung: Bringt das Kameraverbot auf den Weg! Sorry, Totalverbot von Kameras. So.

Kurze Unterbrechung, was tickert gerade an mir vorbei?

Bayerns Innenminister Joachim Hermann will von der Computerspielbranche endlich Taten sehen und fordert einen freiwilligen Verzicht auf „Tötungstrainingssoftware“, deren schädliche Wirkung „auf einer Stufe mit Drogen und Kinderpornografie“ stehe

heise.de

Man muss sich mal vorstellen was es heißt, dass Mitglieder der Partei, die der Wirtschaft doch so freundlich gesonnen ist, quasi zur freiwilligen Insolvenz (!) einer ganzen Branche aufrufen. Die laufen derzeit echt alle Amok mit ihren Äußerungen. Parteispenden kommen da offenbar keine.

Aber zurück zu den Aufsätzen:

Wie lässt es sich rational erklären, dass jemand, der mit einer Maus spielt, potentiell gefährlicher sein soll, als jemand der zuhause Waffen sammelt? Ehrlich, wie stellt sich das jemand vor?

Wie erklärt sich jemand mit dieser Weltsicht Amokläufe, die vor Erfindung der Computerspiele stattfanden?

Wie vermeidet man es, sich selbst als widersprüchliche Figur zu sehen, wenn man für die Wehrpflicht eintritt, in der Menschen real zum Töten ausgebildet werden, aber dann von irgendwelcher Tötungstrainingssoftware vor sich hin faselt?

Inwiefern hält man es für sinnvoll, bestimmte Formen der Gewalt durch Verbote bekämpfen zu wollen, die es schon gab bevor es die Dinge überhaupt gab, die man jetzt ächten möchte? Ist das nicht irrsinnig? Wird hier nicht offensichtlich, dass man meilenweit am Ziel vorbei geschossen (huch) hat? Kapituliert man damit nicht vor den eigentlichen, echten Problemen?

Woran liegt es, dass durch die Bank alle, die Spiele verbannen möchten, selbst nie gespielt haben? Erkennt man dort keinen Interessenkonflikt?

Ist es Zufall, dass ein sehr hohes Alter von 60+ zumeist mit Verbotswünschen korreliert? Oder steckt doch mehr dahinter?

Kann man nicht daran, dass die Forderer sicherlich auch dann nicht von Verboten abrücken würden, wenn ein Amokläufer gar nicht gespielt hätte, erkennen wie fragwürdig diese Position ist? Das die Agenda eigentlich eine andere ist?

Aber jeweils mehr als 27 Seiten pro Aufsatz, alles andere ist ja unterirdisch und am Thema vorbei!

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