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Alternativen?

23/05/2009

Sehr geehrter Kunde,

eine Flatrate bedeutet für Sie als Kunde uneingeschränktes Surfen und
Downloaden, ohne sich über Volumina und deren Kosten Gedanken machen zu müssen.

Wie Sie vielleicht wissen, ist jede Flatrate, egal von welchem
Anbieter, eine Mischkalkulation, denn alle Flatrate-Anbieter müssen
volumenbezogene Kosten an die Deutsche Telekom abführen (sofern es
um die Nutzung von T-DSL-Anschlüssen geht).

Die Kalkulation unserer Flatrate basiert auf einem durchschnittlichen
Nutzungsverhalten. Uns ist aufgefallen, dass Sie mit Ihrem Verbrauch
von derzeit 100 GB (Download+Upload, Anmerkung des Autors) deutlich über diesem Durchschnitt liegen.

Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie bei sich einmal nachschauen
könnten, ob Sie Ihre Nutzungsverhalten anpassen können. Vielleicht nutzt
ja ein Dritter, dem Sie Ihren Zugang zur Verfügung stellen, diesen
extensiv oder gar ungewollt, und hier besteht Einsparpotential.

Bitte beachten Sie, dass unsere Flatrate keine Volumenbegrenzung hat,
bitte verstehen Sie diese E-Mail daher nicht als Aufforderung, sondern
nur als eine Information. Ihr Vertrag wird, unabhängig von dieser E-Mail,
ganz normal weiterlaufen.

Wir hoffen, dass unsere offene Art, mit der Trafficproblematik
umzugehen, in Ihrem Interesse ist, und danken Ihnen bereits jetzt für
Ihr Verständnis.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr manitu Team

Es ist selbstverständlich immer das Recht eines Anbieters, sich auszusuchen, wer bei ihm Kunde sein darf (bzw. zu versuchen verschiedene Dinge über die Nutzungsbedingungen/den Vertrag bereits im Vorfeld auszuschließen) und eine Nutzung ist für den User letztlich mehr Privileg als Recht, jedoch wird auf diesem Weg deutlich, dass es sich leider auch hier wieder einmal nicht um eine echte Alternative handelt. Schade (denn der Kunde kann immerhin nicht kaufen, was der Markt nicht anbietet).

Was im Zeitalter von Videoplattformen (die seit Jahren überall wie Pilze aus dem Boden schießen), Internettelefonie (eventuell sogar mit Videoübertragung…), immer größer werdenden Treibern und eventuell sehr wichtigen Betriebssystemupdates (die man, verantwortlich gesehen, im Falle von Sicherheitslücken gar nicht zu früh installieren kann), von Volumen zu halten ist, liegt ja auf der Hand. Dabei war bisher noch nicht einmal die Rede von IP-TV. Die Zeiten, in denen Websites, die übermäßig Gebrauch von Flash machten, als größte Herausforderung an die Geduld des wartenden Surfers galten, sind schon seit Jahren Geschichte.

Durch bloßes, alltägliches Streaming können so schon vor jedem, auch subjektiv so wahrgenommenem, Download beträchtliche Werte zusammenkommen. Da sich inzwischen jeder digitale Inhalt auch als Download kaufen lässt, wirkt sich eine Beschränkung hier in der Tat ziemlich hinderlich aus. Ein einziges gekauftes Spiel über Shops wie Steam kann schon 15 GB Traffic verursachen, bevor die darauf fast schon obligatorisch folgenden Updates released werden. Mit dem uralten, zu oft verwendeten Beispiel der Linux Isos muss hier wirklich niemand mehr aufwarten.

Der volle Spaß im Internet wird so niemandem zuteil werden und höchstens Leute zufrieden stellen, die sowieso nicht so genau wissen, was sie nun damit alles anstellen sollen. User mit wirklich schnellen Breitbandzugängen könnten gar in wenigen Tagen ihr Kontingent deutlich überschreiten (was dem stolzen Besitzer das Erlebnis sicher ebenfalls versauert), gelingt dies offensichtlich auch schon Surfern mit Zugängen, die im gegenwärtigen Netz kaum noch die Bezeichnung Breitband verdienen.

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