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Ächtung

26/05/2009

Erstmal, großartiger Artikel, endlich werden einmal dem Thema gerechte Fragen gestellt (wie es immer sein sollte) und nicht einfach nur Respekt und Achtung vor einem Amt (oder gar der Person, ka) demonstriert. Wer braucht denn Presse für so etwas (4. Gewalt my ass)…

Mir geht es in diesem Schritt um die präventive Seite, auch die ganz klare Ächtung. Mir ist das Deutlichmachen, worüber wir hier sprechen, um die für alle sichtbare Vergewaltigung von Kindern nämlich, fast das Wichtigste.

(Alle Quotes aus dem verlinkten Artikel)

Das mit dem Ächtungs-Argument geht mir echt gegen den Strich. Es macht ja nur auf dem Wege Sinn, dass es vorher nicht geächtet gewesen sei und sich erst jetzt durch ihr Vorhaben ändern soll. Das ist aber eben einfach nicht der Fall. Es war, völlig zu Recht, schon immer geächtet. Was soll das also alles? Fällt ihr da etwa nichts besseres ein?

Und zwar europäische Länder, mit denen wir uns gerne vergleichen.

Was hat das mit irgendwas zu tun? Es spielt doch absolut keine Rolle, wer sich gerne mit wem auch immer vergleicht… Soll das ein Argument sein?

Wir haben viele Anfragen, warum Deutschland sich immer noch schwer tut auf diesem Gebiet und nicht aktiv ist beim Access Blockings.

Von wem denn? Wer stellt Anfragen an Deutschland, weil es hier keine Filter gibt? China? Wieso wird irgendwelchen ominösen Anfragen Rechnung getragen? Klingt mehr wie eine Argumentationshilfe.

Entschuldigen Sie mal, haben Sie eine Vorstellung über die Zahl und die Geschwindigkeit, mit der Kinderpornoseiten verbreitet werden? Und Sie meinen, es führt zum Ziel, wenn in jedem einzelnen Fall ein Richter entscheidet: Ja, es ist 184b.

Es verwundert mich, wie oft alles mögliche dem Wunsch nach Geschwindigkeit weichen soll. Bei den Wahlcomputern war die Geschwindigkeit der Auszählung ja auch schon viel wichtiger als die korrekte Wahl.

Moment, glauben Sie wirklich, ein Spezialgesetz würde einen späteren Gesetzgeber, eine Regierung in zehn oder zwanzig Jahren in irgendeiner Form hindern, ein anderes Spezialgesetz zu machen?

Das schon bald mehr geblockt werden soll, als nur die jetzt genannten Seiten, interessiert sie doch auch nicht?

Ich kann da auch nur die kompetente Internet-Community auffordern mitzuformulieren, was ein effektiver Weg ist, den bestehenden Status nicht weiter zu tolerieren. Wo sind die heilenden Kräfte des Internets in den vergangenen zehn Jahren gewesen?

Schon wieder: Kipo wurde noch nie irgendwo toleriert.

Das das Internet heilende Kräfte haben soll wusste ich noch gar nicht und habe ich so auch noch nie gehört, aber da zufälligerweise ausgerechnet in den letzten 10 Jahren, in denen das Netz ja erst so richtig populär wurde, die Missbrauchszahl gesunken ist [1], kann ich verstehen wie jemand diesen Eindruck erhalten könnte…

Wir können nicht zurück in den Dornröschenschlaf und sagen, wir sehen das alles nicht.

Das von der Frau, die Kipo mittels Stopp Schildern „verstecken“ will! Hahahaha!

Die Länder, die sperren, sagen: Die meiste Aktivität findet statt zwischen 23 Uhr und 1 Uhr. Und am wenigsten passiert am Heiligabend. Da sind die Täter bei ihren Familien.

Logisch, da ja nur Täter im Internet Aktivität verursachen… Klare Sache. Aber auch hier, einfach alles „christliche“ verbieten, dann ist das mit Weihnachten ja im Griff. Insbesondere auch Sachen mit „C“ im Namen sperren.

Aber den Handlungsdruck aufrecht zu erhalten, das ist das Entscheidende.

Definiere Aktionismus.^^

SPIEGEL ONLINE: Werden Sie die Gesetzesänderung noch in dieser Legislaturperiode durchbekommen?

Von der Leyen: Ich bin zuversichtlich. Man stelle sich die Alternative vor.

Zynismus pur.

[1]

Ihr hartes Vorgehen begründet von der Leyen mit der Behauptung, Pornos seien eine „Einstiegsdroge“. Wenn dem so ist, müsste mit der Verbreitung des Internet die Zahl der Kindesmissbräuche gestiegen sein. Oder? Nur: Seit 1997 ist diese Zahl laut Bundeskriminalstatistik gesunken, so rund um ein Fünftel.

blog.handelsblatt.de

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