Mai 10, 2008 by nambulous
Die “Hysterie” um die Fingerabdrücke konnte Binninger nicht verstehen, da diese generell “ein flüchtiges persönliches Merkmal” seien.
Alle Zitate von heise.de (Ja, ich bin mir der Ironie bewusst)
Flüchtiges Merkmal? Wie oft ändern sich die Fingerabdrücke denn so? Klar, sie sind unter Umständen leicht zu bekommen, dass heißt aber eben nicht gleichzeitig auch, dass es völlig egal ist wer sie hat, oder wo sie gefunden werden. Im gleichen Atemzug mit dem angepriesenen angeblichen Sicherheitsgewinn wird gesagt, dass Fingerabdrücke so leicht für jedermann zu beschaffen sind, dass sie quasi wertlos sind. Wo soll dann bitteschön noch die Sicherheit herkommen? Das ist doch ein Widerspruch.
Die Bürger würden die Technik zudem annehmen, was 1,5 Millionen Anträge für den Biometriepass der zweiten Generation belegen würden.
Spätestens hier muss man sich über die gemachten Aussagen wirklich ärgern - wieso soll es ein Erfolg sein, dass Bürger immer noch (eben wie immer) Pässe beantragen? Die Aussage suggeriert ja, bzw. würde nur dann Sinn machen, wenn man wählen könnte welchen Pass man will. Pech dann, dass es nur noch den neuen ePass mit Fingerabdrücken gibt… Da man ohne Ausweise “nicht lebensfähig” ist in unserem Land, wird sich also jeder dieser 1,5 Millionen Antragsteller schlicht gefügt haben. Diese so implizierte, zumindest doch nahegelegte, Definition von “Freiwilligkeit” ist schlicht zum Kotzen.
Das Innenministerium selbst habe beschieden, dass bei 62 Millionen sich im Umlauf befindlicher Personalausweise zwischen 2001 und 2007 nur 88 Totalfälschungen registriert worden seien.
Wie kommt es nur das unser Land bis hierhin überlebt hat? Bei 88/62.000.000 gefälschten Pässen? Und das in kurzen 7 Jahren? Warum nur handelt die Politik da erst jetzt?!?
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Mai 6, 2008 by nambulous
Bundestagsabgeordete im Reichstagsgebäude in Berlin. Was die Diäten angeht, sind sich die Abgeordneten meistens einig
stern.de
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Mai 6, 2008 by nambulous
Das immer weiter ausgebaute Überwachungssystem, in das Milliarden an Steuergeldern flossen, bezeichnete er als “Fiasko”, niemand habe einen Gedanken darüber verschwendet, wie man es nutzen solle. In London würden gerade einmal 3 Prozent der Verbrechen mittels Videokameras gelöst. Polizisten hätten oft keine Lust, die Aufnahmen zu durchsuchen, weil dies “harte Arbeit” sei.
heise.de
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Mai 2, 2008 by nambulous
Zwei mal drei Meter Pressefreiheit
Anlässlich des morgigen Internationalen Tags der Pressefreiheit stellt die Organisation Reporter ohne Grenzen heute auf dem Potsdamer Platz in Berlin symbolisch eine Gefängniszelle auf. mehr…
An was erinnert mich das jetzt?
Weitere Ideen: Symbolische Zelle für Abgeordnete die Auskunft über Nebeneinkünfte geben müssen und sich daher so eingeengt fühlen, dass ihnen kaum noch Raum zum Atmen bleibt oder Anwälte der Musikindustrie, die so wenig verdienen, dass sie sich in ihrer dadurch verursachten Verzweiflung wie eingesperrt vorkommen. [...]
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April 25, 2008 by nambulous
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April 23, 2008 by nambulous
Unionspolitiker sind dagegen der Ansicht, das “heimliches Betreten” genannte Vorgehen zur Installation des Bundestrojaners vor Ort sei keine Wohnungsdurchsuchung und daher grundgesetzkonform.
heise.de
Und was ist, wenn die heimlich betretenden Beamten Zufallsfunde machen sollten? Schauen sie dann krampfhaft in die andere Richtung? Falls nicht, wie kann es dann keine Durchsuchung sein?
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April 21, 2008 by nambulous
eBay überprüft dabei, ob die hinterlegten Kontaktdaten in letzter Zeit geändert wurden. Trifft dies zu, muss das Mitglied selbst bei eBay anrufen und sich mit Informationen legitimieren, die nicht unter “Mein eBay” angegeben sind.
heise.de
Und wie will eBay jetzt verifizieren ob es sich um den echten User handelt, wenn dies mit Daten geschehen soll, die der User nie angab?
Aber die ganze Idee ist sowieso schlecht durchdacht, wo doch kaum jemand Cookies aufhebt, insofern dürfte es wohl immer auf _Telefon_ (!) hinauslaufen…
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April 20, 2008 by nambulous
Unter anderem darum, ob Betroffene wenigstens noch die Chance dazu erhalten sollen, sich zumindest spaßeshalber ein “Wollen wir sie reinlassen” zu denken, geht es bei der Novellierung des BKA Gesetzes.
Schäuble hält sie (wenig überraschend) für verfassungsgemäß, wobei sich nur schwer der Gedanke unterdrücken lässt, wie eine Novelle wohl aussehen müsste, die ihm zu weit ginge.
Ungeachtet dieser Geplänkel schreitet das Bauen am Bundestrojaner natürlich trotzdem voran. Offenbar wird man sofort mit dem Einsatz beginnen, sobald sich der Rauch verzogen hat.
Da die scheinbaren Streitereien am Ende doch meistens auf eine Einigung hinauslaufen, dürfte die Einschätzung, dass es durchgewunken wird, eine realistische sein.
Wer genug Interesse daran hat, dürfte sich darüber freuen das netzpolitik.org das ganze Gesetz als PDF online gestellt hat.
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April 16, 2008 by nambulous
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April 12, 2008 by nambulous
Krings fragte besorgt, ob mit dieser Haltung in Wuppertal noch Sachbeschädigungen verfolgt würden, da in diesen Fällen in der Regel auch kein Geschäftsinteresse der Verursacher festzustellen sei. Weiter sprach er sich für – vom Europaparlament gerade abgelehnte – zusätzliche nicht-staatliche Maßnahmen aus wie die in Frankreich und Großbritannien geforderten Sperren von Internetzugängen bei wiederholten Urheberrechtsverletzungen. Sollten dem hierzulande datenschutzrechtliche Bestimmungen entgegenstehen, müsste deren Änderung “schnell in Angriff” genommen werden.
Bundestag verabschiedet Gesetz zur besseren Durchsetzung geistigen Eigentums
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März 30, 2008 by nambulous
In der Folge des Chaosradio Express geht es darum wie Wörter eingesetzt werden um schon allein durch die Formulierung eine gewollt beeinflusste Reaktion beim Zuhörer zu erzielen. Zu lernen gibt es wie immer einiges, so z.B. das al-Qaida unter anderem das arabische Wort für Datenbank ist. Wer hätte das gedacht.
http://chaosradio.ccc.de/cre081.html
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März 29, 2008 by nambulous
Ich denke zu SWIFT muss nichts mehr gesagt werden. Nun will die Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunications in Zürich bis 2012 ein neues Rechenzentrum einrichten. Seit Oktober 2007 sollen die europäischen Transaktionen nun dem Zugriff der us-amerikanischen Behörden entzogen sein.
Neues Nervenzentrum für die weltweite Finanzindustrie
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März 29, 2008 by nambulous
Eine absolut beachtenswerte Sensation rollte heute auf alle Genre-Freunde zu: Der CCC hat es tatsächlich geschafft an einen Fingerabdruck von Wolfgang Schäuble heranzukommen und hat gleichzeitig das Rückgrat bewiesen diesen in der Datenschleuder samt fertiger Attrappe zu publizieren. Auf der weiteren Wunschliste des CCC stehen außerdem noch Politiker wie Angela Merkel und Günther Beckstein - praktisch das die Ausgabe der Datenschleuder gleich noch erklärt wie man Fingerabdrücke sichern kann. Wer die aktuelle Ausgabe nicht nur später als PDF beziehen will, kann sie sich auch mit einer formlosen Mail bestellen.
Press Release
50:00 Schäubles Fingerabdruck (Frank Rosengart) bei Trackback
SCHÄUBLE ZU KLAU-AKTION
“Meinen Fingerabdruck kann jeder haben”
Provokation gegen den Innenminister: Wolfgang Schäubles Fingerabdruck ist durch eine Aktion des Chaos Computer Clubs ab sofort öffentlich und beliebig kopierbar. Jetzt äußert sich der CDU-Politiker - und gibt sich gelassen: Er habe doch “nichts zu befürchten”.
spiegel.de
Na wenn es Herrn Schäuble sogar selbst völlig kalt lässt, dann dürfte sich die Sache mit der eventuell drohenden Klage ja erledigt haben?
Wohl doch nicht:
Juristisch sind die Hacker allerdings noch nicht aus dem Schneider. Eine Sprecherin des Innenministeriums erklärte am Wochenende gegenüber heise online, man wolle erst die Sachverhalte prüfen, bevor man über ein mögliches juristisches Vorgehen entscheide. So sei noch nicht sicher, ob es sich bei dem Fingerabdruck tatsächlich um den von Schäuble handle. Selbst wenn der Minister nicht gegen die Veröffentlichung vorgeht, könnten zum Beispiel die Datenschutzbehörden des Bundes und der Länder Bußgelder verhängen oder sogar ein Strafverfahren einleiten.
heise.de
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März 29, 2008 by nambulous
Lieber Herr Falsch R. Name,
es ist dunkel - wahrscheinlich mitten in der Nacht. Sie können aus unerfindlichen Gründen einfach nicht einschlafen. Kopfkissen aufschütteln hilft auch nicht. Elektronische Schäfchen inkrementieren noch weniger. Irgendwann greifen Sie wie im Albtraum zur Fernbedienung. Im TV sind zu sehen: die Vertretung für einen Moderator, eine scheinbare Quizfrage und eine, ausnahmsweise echte, Telefonnummer. In keiner Lebenssituation wären Sie nicht in der Lage die Frage korrekt zu beantworten. Der Moderator ist verzweifelt - er macht das jeden Tag. Mitleid ist angesagt. “Ist denn heute niemand mehr dumm wach? Will keiner die 99.000 Euro mitnehmen?! Ruft an, Leute, ruft an.” Neben der Telefonnummer blinkt jetzt ein Countdown. Noch zehn Sekunden, noch neun… Sie greifen zum Telefon. Sie wundern sich wie jemand es fertig bringt dort tatsächlich anzurufen.
Spannendes über das gute Geschäft, das die TV-Sender mit Ihnen und anderen Schlaflosen machen, können Sie auf dem Sattel Ihres BMX Fahrrads erfahren. Außerdem: Viele weitere News und Tipps rund um Ihr Geld.
Puh, vor den Bösen erfolgreich gewarnt (die nur Geld wollen) und gleichzeitig den Hinweis bekommen was stattdessen damit zu tun ist! Wahnsinn! Es gibt sie noch, die Guten!
Nur ganz Fernsehfaule entgehen dem kaum noch zu übersehenden Angebot an Spielshows.
Leute, endlich Fleiß beweisen, ab vor die Glotze! Und denkt trotzdem daran wem ihr euer Geld geben sollt! Hä? Egal!
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März 23, 2008 by nambulous
Bei den us-presidential primaries in New Jersey wurde festgestellt, dass auf einem Papierausdruck (des Typs AVC Advantage) die Anzahl der insgesamt für eine Partei abgegebenen Stimmen nicht mit der Summe aller Kandidaten dieser Partei übereinstimmt… Als der Landkreis Union County dann die Sache von Princeton überprüfen lassen wollte, gab es sofort eine Drohung der Firma Anwälte einzuschalten. Geistiges Eigentum (die angedrohte Klage bezog sich auf entsprechende Verletzung) und Demokratie scheinen nicht gerade Hand in Hand zu gehen.
Sequoia selbst sieht den Fehler offenbar bei Wahlhelfern, statt bei den Geräten. Doch selbst wenn dies stimmen würde - der Wahlausgang hängt also davon ab, ob Wahlhelfer die Geräte “gut genug” bedienen können? Richtig gezählt werden müsste doch in jedem Fall. Das ist trotzdem ein Ausschlusskriterium…
Sehr bedenklich auch, dass die Wahrung geistigen Eigentums wichtiger zu sein scheint, als korrekte Wahlen. Das nächste Ausschlusskriterium. Dürfen Wahlen wegen geistigen Eigentums nicht mehr überprüft werden, muss auf die Geräte in jedem Fall verzichtet werden. Dies müsste sich doch jedem Erschließen?
Eine Überprüfung der Wahlzettel lässt derzeit einen Fehler der Geräte vermuten, statt etwa bewusster Manipulation.
Weiterlesen.
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